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mHealth in Entwicklungsländern

Interessanterweise profitieren gerade entwicklungsschwache Länder von der mobilen Technologie. In Ländern in denen nicht jeder ein Telefon oder gar einen Computer hat, sind Mobiltelefone auf dem Vormarsch und sind dabei die Festanschluss-Technologien zu überholen. Telefongesellschaften haben diesen Trend schon längst erkannt und machen eine breite Nutzung der mobilen Technologien durch Preissenkungen und Aufbau einer Infrastruktur möglich. Im Moment sind es ungefähr 65% der Weltbevölkerung, die ein Mobiltelefon besitzen und weiteres Wachstum wird erwartet.

Entwicklungsländer

Speziell in Entwicklungsländern herrschen andere gesundheitliche und gesellschaftspolitische Probleme: Circa 4 Milliarden Menschen weltweit leben ohne Zugang zu einem Gesundheitssystem. Hinzu kommt, dass Ärzte oft schlecht ausgebildet sind, Patienten leben weit von der nächsten Klinik entfernt und die Möglichkeit, Patienten krankheitsgerecht zu behandeln ist oft nicht gegeben. Daten werden nicht oder nur unzureichend gesammelt und oftmals nicht adäquat weitergeleitet. Im Falle einer Epidemie kann das dramatische Folgen haben.

mHealth schon lange integriert

Daher sind die meisten mHealth-Anwendungen in Entwicklungsländern entstanden. Auf diesem Wege soll ländliches Gesundheitspersonal auf dem Laufenden gehalten werden, Daten sollen zentralisiert gesammelt werden um Epidemien begegnen zu können und chronische Patienten sollen so überwacht werden, dass im Notfall ärztliche Hilfe zur Verfügung steht. So gibt es inzwischen eine virtuelle Krankenpflegeschule, die das Klinikpersonal in Kenia verdoppeln soll. In Ägypten wird eine Datenbank aufgebaut, auf die man mobil zugreifen kann, um die Diagnosemöglichkeit zu erhöhen und in Uganda wurde die erste Telemedizinklinik eröffnet. Tragbare Diagnosegeräte ermöglichen eine Übermittlung der Daten an das ‚Krankenhaus‘, welches dann die Diagnose stellt und mögliche Therapien vorschlägt.

Erste Ergebnisse

In einer Studie der Weltbank wurden Beispiele genannt, die die Vorteile von mHealth Anwendungen hervorheben: Kosten für die Altenpflege und das Sammeln von Daten reduzierte sich um fast ein Viertel, die Müttersterblichkeit sank um 30 % und die Behandlung von Tuberkulose hat sich deutlich verbessert. Eine Umstrukturierung der Gesellschaft in Entwicklungsländern ist durch mHealth-Apps nicht sofort zu erwarten, aber eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität und eine verringerte Sterblichkeitsrate könnten deutliche gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringen.

mhealth – was ist das?

MHealth ist ein Begriff, der aus dem Englischen kommt und zu Deutsch mobile Gesundheit, im Sinne von praktischer Medizin aber auch im Hinblick auf das Gesundheitswesen im Allgemeinen bedeutet. Mobile Health hat viele Facetten und reicht vom Sammeln von Gesundheitsdaten über den Informationsfluss zwischen dem praktischen Arzt, dem Wissenschaftler und dem Patienten bis hin zur online-Überwachung von Patienten mit chronischen Krankheiten. In unserer digitalisierten Welt, in der das Tragen eines Mobiltelefons zum Usus geworden ist, sind traditionelle Konzepte dabei sich anzupassen.

mhealth-User

Im Moment existieren circa 20 000 gesundheitsbezogene Apps, die an den Endverbraucher, also den Patienten gerichtet sind, aber auch zahllose, die medizinische Fachgruppen, wie Ärzte, Krankenschwestern und anderes Pflegepersonal auf dem Laufenden halten. In 2011 sollen ungefähr 2,2 Millionen Patienten weltweit von diesen Anwendungen profitiert haben und diese Zahl soll sich bis 2015 verdoppelt haben. Das ‚Center for Information Leadership Technology‘ konnte zeigen, dass pro Jahr circa 4 Millionen Dollar an öffentlichen Gesundheitskosten eingespart werden konnten. Die beiden größten Faktoren hierbei waren die Verringerung von unnötigen Praxisbesuchen und die Einsparung der Reisekosten von Patienten

Ein Anwendungsbeispiel

Jugendliche AsthmapatientInnen sind besonders gefährdet, da nicht alle Parameter vorhersagbar sind. Man kennt noch nicht alle Auslöser und die Schwere der Anfälle kann variieren. In einem Pilotprojekt werden diese Jugendlichen online überwacht. Ein Peak-Flow-Meter misst mehrmals täglich die Lungenfunktion und per Handy werden die Daten in ein online Asthma-Tagebuch übertragen, zu dem der behandelnde Arzt und andere Betreuungspersonen Zugang haben. Anhand dieser Daten können sie sehen, wann sich das Asthma verändert und lebensbedrohliche Anfälle können so verhindert werden. Die Medikation kann Tagesform abhängig individuell eingestellt werden und das Gerät erkennt, wann der nächste Arztbesuch fällig ist.

Vorteile von mHealth

Durch die elektronische Nähe zum Patienten können teure Notfallbesuche in der Klinik verhindert werden und die Anzahl der Arztbesuche verringert sich deutlich. Die Sicherheit der Patienten wird deutlich verbessert, was sich im Falle von Herzinfarkt-Patienten gezeigt hat. Man nimmt an, dass durch breit angelegte Präventionsmaßnahmen die Gesundheitskosten um 20 – 30 % gesenkt werden könnten, von den Leben, die gerettet werden könnten, ganz zu Schweigen.

Die richtige Diagnose in Google?

Das Internet gewinnt täglich an Bedeutung in unserem Leben. Wir bestellen unseren Bürobedarf online, buchen den nächsten Jahresurlaub, bilden uns beruflich weiter und suchen nach medizinischen Informationen. Doch wie verlässlich kann uns das ‚world wide web‘ da weiterhelfen?

Fakten

Dieser Frage gingen 2 Wissenschaftler nach, deren Studie in BMJ (British Medical Journal), Ausgabe 333 im Dezember 2006 veröffentlicht wurde. Sie untersuchten 26 Fälle die im ‚New England Journal of Medicine‘ erwähnt wurden und fanden in 56 % der vorgestellten Fälle, dass anhand der Symptome die seltene Krankheit ‚gegoogelt‘ werden konnte. So verblüffte ein angehender Mediziner seine Kollegen und den Professor mit der korrekten Diagnose einer seltenen Immunkrankheit (IPEX Syndrom), die er zuvor durch die Benutzung der Internetsuchmaschine ‚Google‘ gefunden hatte.

Google gilt als die weltweit am meisten benutzte Suchmaschine, die den Anwendern die Suchergebnisse nach Relevanz sortiert darbietet. Ein patentiertes Verfahren errechnet den PageRank-Wert, der die Popularität des Links wiedergibt. Mehr als 200 Faktoren sollen in die Berechnung eingehen und das Unternehmen ‚Google‘ behauptet, seine Algorithmen ständig anzupassen, um auf neue Trends zu reagieren. Wenn also ein Suchbegriff auf Google keine Ergebnisse bringt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es dazu im Web nichts gibt.

Problematisch

So gut eine Internetsuchmaschine auch sein mag, das A und O sind die korrekten Suchbegriffe. Wer also nicht recht weiß, wonach er sucht, wird auch nicht fündig werden. Auch Rechtschreibfehler führen zu Problemen. So definierten die Wissenschaftler der oben erwähnten Studie zuerst ihre Suchbegriffe und werteten die Ergebnisse danach aus. Sie geben zu, dass wenn die Begriffe anders gewählt worden wären, die Möglichkeit bestanden hätte, dass mehr oder eventuell weniger richtige Diagnosen gefunden worden wären.

Es lässt sich jedoch schließen, dass die Wahrscheinlichkeit mit Hilfe der Suchmaschine ‚Google‘ eine seltene Krankheit richtig an Hand der gegebenen Symptome zu diagnostizieren, nicht gering ist und einen Versuch mag es in aussichtslosen Fällen allemal wert sein.

 

Videos als Marketing-Instrument

In die eigene Homepage integrierte Videos sind die ideale Ergänzung für den optimalen Internetauftritt. Sie eignen sich hervorragend zur Vorstellung der Ärztin, des Arztes, der Gruppenpraxis etc. sowie für die Leistungsbeschreibung oder für Tutorial-Webseiten. Generell müssen Videodateien für die Wiedergabe auf einer Homepage im Internet vorbereitet werden. Die entscheidenden Parameter hierfür sind Speicherformat, Codec, Bitrate und Auflösung. Zum Abspielen werden die Videos in ein internettaugliches Format umgewandelt.

Via YouTube auf die Homepage

Der einfachste Weg um ein Video auf der eigenen Homepage zu präsentieren ist, dieses zuerst bei YouTube hochzuladen. Dies macht schon alleine deshalb Sinn, da YouTube direkt nach Google, mittlerweile die zweitgrößte Internet-Suchmaschine und die mit Abstand größte Video-Sharing-Plattform ist, die über ein riesiges Publikum verfügt.

Immer mehr Internet-User recherchieren mittlerweile direkt auf Plattformen wie YouTube, um Informationen direkt anhand bewegter und vertonter Bilder zu erhalten. YouTube und auch andere Video-Portale bieten eine sehr einfache Möglichkeit an, durch das Kopieren des „Embedding Links“, das Video auch auf der eigenen Homepage einzubetten.

Praxis-Videos

Immer häufiger nutzen ÄrtzInnen Videos bereits als emotionalisiertes Instrument für ihr Marketing. Denn Bild und Ton sorgen für einen bleibenden Eindruck. Des weiteren wirkt sich ein gutes Ranking bei YouTube, auch positiv auf das Ranking der Webseite bei anderen Suchmaschinen aus. Videomarketing kann gezielt bei der Neueröffnung oder bei der Leistungsbeschreibung, zur Steigerung der Besucher und zur Festigung der Arzt-Patienten-Bindung genutzt werden.

Allerdings existiert ein folgendes Problem für Videos, die auf der eigenen Homepage und bei YouTube hochgeladen werden, dessen sollte man sich bewusst sein. So finden die Nutzer das Video entweder direkt bei einem der Videoportale oder werden durch eine Google-Suche dorthin geleitet. In diesem Falle landen die Besucher nicht dort, wo man sie eigentlich haben möchte, nämlich auf der eigenen Webseite. Außerdem wird nach dem Abspielen auf Videos mit ähnlichem Inhalt hingewiesen. Dies birgt die Gefahr, dass auf der eigenen Homepage ungewollt Werbung für direkte Mitbewerber erscheint.

Sie haben Fragen – gerne sind wir für Sie erreichbar.

preisgekröntes Video

Das Prairie Heart Institute of Illinois erhielt einen Award für dieses Video. Es zeigt einen Herz-Patienten beim Verspeisen eines Burgers.